| FASTENZEIT
|
Am
Aschermittwoch bekommen die Christen ein Kreuz aus der
Asche auf der Stirn. Damit beginnen sie die Zeit der
Vorbereitung auf das Hochfest der Auferstehung Christi.
Die Aschenbestreung in der Kirche hat ihre Ursprung
in der alten Zeit, als die Menschen - in Anlegung an
die Vertreibung aus dem Paradis (vgl. Gen 3) - die sich
einer schweren Sünde schuldig gemacht haben, zum Beginn
der Bußzeit aus der Kirche vertriben wurden. |
Sie begannen ihre Versönung mit der Gemeinde,
in dem sie ein Bußgewand anzogen und mit Asche bestreut wurden.
Die Praxis de allgemeinen Aschenbestreung konnen wir verfolgen
seit dem 11. Jh. Die Gläubigen namen dieses Zeischen der Buße
auf sich aus Solidarität mit den Büßern und zum Zeichen der
Buße und Umkehr. Das erste Gebet zur Aschensegnung stammt
aus dem 11. Jahrhundert. Die Vorschrift, die Palmzweige des
Vorjahres für die Aschengewinnung zu verwenden, stammt aus
dem 12. Jahrhundert.
Mit diesem Ritual wird der Mensch in seiner traditionellen
Bedeutung an die Vergänglichkeit des Lebens erinnert: „Gedenke
Mensch, dass du aus Staub bist, und zum Staub wirst du zurückkehren“
(Gen 3,19), aber dieses Zeichen weist auch auch im neutestamentlichen
Programm auf den Aufbruch des Himmelreiches und den damit
verbundenen Aufruf zur Umkehr, zur Änderung des gesamten Lebensart
auf das Bessere: „Kehrt um und glaubt dem Evangelium“ (Mk
1,15).
Die Fastenzeit ist in der katholischen Kirche die Zeit der
Buße. Das ist der Weg der Vorbereitung jedes Einzelnen auf
die Begegnung mit dem Herrn. Das Vorbild für die Buße ist
den Christen Jesus Christus, der Messias und der Meister.
Bevor er in der Öffentlichkeit aufgetreten ist, verbrachte
er vierzig Tage in der Wüste im Fasten und Gebet, ausgeliefert
den Gefahren der Wüste und Versuchungen des Bösen.
Die katholischen Christen tun in der Fastenzeit die Werke
der Buße und Barmherzigkeit. Hier geht es nicht nur um das
Verzichten auf Genuss von mancher Nahrung oder Trank, sondern
um die richtige Einstellung, um die Erneuerung des Taufbundes
und um die Bereitschaft zu teilen und zu helfen allen, die
unserer Hilfe bedürfen.
Die Katholiken haben die Pflicht zu fasten nur noch am Aschermittwoch
und am Karfreitag. Aber auf das Opfer sollen wir immer bereit
sein. Wenn wir auf etwas verzichten, und damit manches ersparrt
haben, dann ist es auch ein Zeichen des Fastens, dass wir
damit etwas Gute tun. Eine Form des Fastens und der Buße ist
die Ausübung der Werken der Barmherzigkeit: Kranke besuchen
oder einfach freundlich zu den Menschen sein, denn heutzutage
erwarten viele von uns ausgestreckte Hand, ein Wort der Verzeiung,
der Versönung oder des Trostes.
Die
Botschaft des Papstes können Sie lesen hier
|